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Biographie

Seit ihren Anfängen in Wuppertal bis zu ihrer aktuellen komplexen Karriere, hat sie es weit gebracht. Sie geht überall in den deutschsprachigen Regionen Europas, und in fünf Städten in China, auf Tour. Sie hat mit Bosse, Keimzeit und Virginia Jetzt! gespielt. Sie war bereits Support für Xavier Naidoo und Herbert Grönemeyer, und begeistert Fans in der ganzen Welt. Sie ist Kira.

Anfangsjahre

KIRA, am 20. Oktober 1978 als zweites von drei Kindern geboren, wuchs in Wuppertal mit ihren zwei Brüdern und einer großen Familie auf. Nach einer langen Zeit des Bittens bekam sie eine Geige, und startete im Alter von zehn Jahren ihre musikalische Ausbildung an der Musikschule. Nach sechs Jahren, in denen sie dieses Instrument lernte, kam sie zur Erkenntnis, dass sie sich an diesem Instrument nicht verwirklichen konnte. Also nahm sie einen Job in einer Metallfabrik an und verdiente genug Geld, um ihre erste E-Gitarre zu kaufen, die sie noch bis auf den heutigen Tag besitzt.

Sofort begann sie ihre Songs zu komponieren, die damals noch englische Texte hatten. „Wenn man selbst schreibt,“ sagt sie, „bekommt jedes Wort und jede Note die persönlichste Bedeutung und die größte Glaubhaftigkeit. Und das ist auch das Wichtigste für mich, egal, ob ich Musik höre oder schreibe. Ein Song muss mir etwas erzählen, ehrlich sein und mich berühren.“

In ihren Anfangsjahren widmete Kira oft mehr Zeit ihrem Gitarrenspiel und ihrem Songschreiben als ihrer Schularbeit. Schließlich entschied sie sich, die Schule nach der 12. Klasse zu beenden, um sich völlig ihrer Musik zu widmen. Mit Hilfe ihres Gitarrenlehrers nahm sie einen ihrer Songs auf und reichte ihn bei einem Homerecording-Wettbewerb ein, der im Magazin Gitarre & Bass ausgeschrieben war. Obwohl sie nicht damit rechnete, dass da noch etwas kommen würde, erreichte ihr Material den Hamburger Produzenten Michael Hagel, der sie ein Jahr später anrief um ihr seine Rückmeldung zu geben.

In den nächsten zwei Jahren komponierte Kira ständig Songs, nahm sie auf, schickte sie nach Hamburg und wartete auf Michael Hagels Rückmeldung. Nun als ihr Produzent, ermutigte Hagel sie immer öfter, zu versuchen ihre Songs mit deutschen Songtexten zu schreiben. „Als ich es versucht habe,“ sagt Kira, „hat uns beide das Resultat und das neue Feeling sofort überzeugt.“ Heute kann sie sich nicht mehr vorstellen, englisch zu singen: „Ich liebe meine Sprache und die vielen Möglichkeiten, mich damit auszudrücken und zu definieren wer ich bin.“

Da sie wusste, dass alles im Sande verlaufen würde, wenn sie den nächsten Schritt nicht ginge, entschied sich Kira nach Hamburg zu ziehen, wo sie sich im Popmusik-Kurs an der Hochschule für Musik und Theater einschrieb. 2001 unterschrieb sie einen Vertrag mit Freibank. Obwohl mehrere Plattenfirmen sich für ihre Musik interessierten, fehlte ihnen der Mut, die klare Linie ihrer Musik bedingungslos zu unterstützen.

Aber durch einen glücklichen Zufall hatte Freibank gehört, dass Herbert Grönemeyers Plattenlabel Grönland nach neuen deutschen Talenten suchte. Bei einem Termin in London im November 2002 wurde Kira mit Grönemeyer bekannt gemacht, der so sehr von ihrem Singen und ihrem Gitarrespielen beeindruckt war, dass er sie nur vier Tage später unter Vertrag nahm.

Inauswendig

Kiras erstes Album, Inauswendig, wurde am 25.10.04 veröffentlicht. „Von ihm gesignt zu werden war wie ein Ritterschlag,“ sagt sie. „Das Tolle war, Herbert wusste, wie leicht er mit seiner Erfahrung und Persönlichkeit mein Album hätte viel mehr beeinflussen können. Aber er hat es nicht getan. Er hat mir vertraut und mich machen lassen. Das ist das größte Kompliment, das er mir machen konnte.“

Seit der Vertragsunterzeichnung bei Grönland arbeitet Kira unbeirrt an ihrer Karriere, „ohne irgend welche Erwartungshaltungen,“ erzählte sie dem Magazin Melodie und Rhythmus. „Es ist einfach nur schön, eine Vision zu besitzen und die in Musik umzusetzen. Und erzähle mir kein Künstler, der Platten macht, er würde ausschließlich für sich selbst arbeiten. Natürlich brauchen wir sensiblen Persönchen Applaus vom Publikum sowie Erfolgserlebnisse!“

Goldfisch

Nach einer Serie von Auftritten in 2005, einschließlich als Support für Herbert Grönemeyer in der LTU Arena in Düsseldorf im Januar, einer Tour mit Virginia Jetzt! im März, zwei „Lausch Lounge“-Gigs in Hamburg im Juni und im September, sowie dem Schupfart-Festival in der Schweiz im September, fängt Kira mit der Arbeit an ihrem zweiten Album Goldfisch an, das am 11.8.06 veröffentlicht wurde. Obwohl Inauswendig sich thematisch eher introvertiert gibt, sich dem Ich und dem Vergleich der Wirklichkeit eines Menschen mit der der anderen Menschen stellt, zielt Goldfisch thematisch eher auf die Welt da draußen, inmitten des pulsierenden Lebens. „Für mich,“ sagte Kira in einer Pressemitteilung, „sind diese zwei Alben wie zwei komplett verschiedene Welten, die fast gar nichts miteinander zu tun haben. Beiden liegt ein ganz und gar unterschliedliches Lebensgefühl zugrunde.“

Nach der Veröffentlichung dieses Albums trat sie in einer weiteren Konzert-Serie auf, einschließlich einer Tour mit Keimzeit, ihrer eigenen „Fast wie Sommer“-Tour, und als Support für Herbert Grönemeyer an vier Tagen seiner eigenen Tour im Mai und Juni 2007. Später in diesem Sommer trat sie zweimal im deutschen Fernsehenkanal GIGA-TV auf—ein Fernsehkanal, der sich der digitalen Lebensart widmet. Sie trat beim dortigen Fernsehspecial Giga Island auf (der ihren Song „Fast wie Sommer“ als Titelsong benutzte), und weiter im Showteil der GIGA-TV-Berichterstattung über die Internationale Funkausstellung (IFA), einer jährlichen Unterhaltungselektronik-Ausstellung in Berlin.

Drittes Album, EP Deine Insel und weitere Auftritte

Seit dem Herbst 2007 arbeitet Kira an ihrem dritten Album. „Es wird sehr warm, direkt und einfach,“ sagt Kira. „Der Fokus wird absolut auf den Songs selber liegen—das Album soll Ruhe ausstrahlen.“

Die Finanzierung für das dritte Album wurde durch den Musik-Förderpreis der „Initiative Musik“ unterstützt („Initiative Musik“ ist eine Einrichtung der Bundesregierung zur Förderung der Musikwirtschaft in Deutschland). Mittlerweile, nach glücklichen Jahren mit Freibank, wechselte Kira zu „Wintrup Musikverlage“.

Während der Produktion des Albums tritt Kira auf als Gast in der Konzertveranstaltung Hamburg Sounds des Norddeutschen Rundfunks NDR90.3, sowie auf Konzerten in Hamburg, Lüneburg, Berlin und Kleinmachnow. Einige dieser Konzerte wurden eingerichtet, um neue Songs für das Album auszuprobieren. „Neue Songs sind wie neue Schokoladensorten,“ schrieb Kira in einem Eintrag in der „News & Termine“-Sektion ihrer Webseite im Februar 2008. „Sie müssen getestet und abgeschmeckt werden, bevor sie fest zum Sortiment gehören dürfen.“

Im Sommer desselben Jahres lud das Goethe-Institut Kira und andere deutsche Künstler ein, zu einer chinesisch-deutschen Kultur-Veranstaltung namens „Deutschland und China—Gemeinsam in Bewegung“, die in Nanjing August 2007 begann und in vielen chinesischen Städten bis Oktober 2010 läuft. Nach Kiras Gig in Guangzhou trat sie bei Konzerten an mehreren Universitäten in Chongqing vor über 12.000 Zuschauern auf.

Kurz nach ihrer Rückfahrt nach Deutschland, wurde ihre neue Tour namens „Deine Insel“ angekündigt. Die Tour begann am 26.3.09 und lief bis 4.4.09 in vielen deutschen Städten, nämlich Magdeburg, Dresden, Leipzig, Bremen, Hamburg, Wuppertal, Hannover, Detmold und Berlin. Gerade rechtzeitig zur Tour wurde eine neue EP, ebenfalls namens „Deine Insel“, veröffentlicht, die mehrere Songs einschließt, die für das Album vorgesehen sind. Nach dem Erfolg ihrer Gigs in China im November 2008, ging sie bereits im Juni 2009 nach Shenyang, Peking und Shanghai.

Im weiteren Verlauf des Jahres 2009 und in 2010 folgten Konzerte in Hamburg, Kiel und Berlin. Kira konzentrierte sich auf das Komponieren und die Arbeit im Studio. Es entstanden viele bis zum heutigen Tag unveröffentlichte Songs.

Im Januar 2011 gab Kira ihren vorläufigen Rückzug aus dem Musikgeschäft bekannt.

Quellenverzeichnis